Fußballclub Gernsbach 1911 e.V
Fußballclub Gernsbach 1911 e.V

Der Verein und seine Geschichte

Chronik des FC Gernsbach 1911 e.V.

 

Als alles begann …

 

Als das Fußballfieber um sich griff, machte diese neue Sportart auch nicht vor den Toren der altehrwürdigen Murgtalstadt Gernsbach halt. Es waren Schüler und Studenten, die die Gernsbacher Jugend mit der neuen Idee bekannt machten.

Anfangs war die Bevölkerung dem Fußballsport gegenüber ziemlich skeptisch und machte es der Jugend recht schwer.

 

Gründungsvorsitzender Heinrich Langenbach erzählt uns in seiner Gründungsgeschichte in einem Schreiben vom Dezember 1950 von den schweren Anfängen:

 

Zur Gründungsgeschichte des FCG 1911

 

Die Angelegenheit mit der Gründung eines Fußballclubs in Gernsbach bewegte die jungen Leute aus der Stadt schon länger. Eine sogenannte Studentenmannschaft, zumeist Studierende aus Rastatt und den badischen Lehrerseminarien taten sich in den Ferien zu einer Mannschaft zusammen und suchten bei bereits bestehenden Vereinen um Freundschaftsspiele nach. So kam eines in Kuppenheim im Sommer 1907 zustand gegen den dortigen Phönix. Aus Gernsbach waren es 3, aus Gaggenau 4, aus Kuppenheim 2 und 2 aus Rastatt, die sich zur „Studentenmannschaft – Murgtal“ zusammen gefunden hatten.

Von diesen ging das lebendige Feuer aus, sobald man zuhause Gleichgesinnte finden würde, unbedingt an die Gründung eines „Stolperclubs“ – wie man gerne genannt wurde – heran zu gehen.

In Gernsbach konnte ein Wettspiel nicht stattfinden, weil die gegnerischen Kräfte stärker waren als der Wille der Fußballanhänger.

Als dann der Seminarist und spätere Unterlehrer Heinrich Langenbach von Karlsruhe aus – wo er studierte – in der „Germania Durlach“ aktiv mitwirken konnte und er zuhause von den Wettspielen innerhalb und ausserhalb des Verbandes berichtete, da gab es keine Halten mehr.

In Gernsbach selber bereiteten Robert Langenbach, Emil Traub, Fritz Traub, Hugo Abel und Fritz Sulger mit einer Schar anderer Getreuen den Boden so vor, dass man an die Gründung denken konnte.

Eine überaus kühn gearbeitete Sportkleidung erregte bald den Anstoß der „Gernsbacher Bürger“. Dabei war unsere Sportkleidung, gemessen an den heutigen Bikinis der Damen, wirklich bescheiden.

Abgeschnittene Hosen, zumeist zu eng gewordene Konfirmantenhöschen, ein Paar lange Strümpfe von der Schwester und dazu die Werktagsschuhe … vielleicht noch ein weißes Hemdchen, das früher einmal zur Sonntagskleidung gehörte. Allerdings legten wir größten Wert darauf, dass ein „Wappen“ darauf genäht wurde. Wenn es die Mutter daheim ablehnte, das Hemd mit einem Wappen „zu verstechen“ – die gute Mutter Abel vom „Laub“ tat es gerne. Ihr waren die Fußballbuben ans Herz gewachsen und sie gehörte zu uns …..

In den Schulen war Fußballspielen strengstens untersagt; wen man erwischte erhielt Kartzer und wenn er gar noch aktiver Spieler war, so stand ihm die Ausweisung aus der Lehranstalt bevor.

 

So etwa sah es um den Fußballsport ums Jahr 1910 und 1911 aus.

 

Und dennoch wurde der Schritt gewagt.

 

            Am 1. Dezember 1911 wurde im Gasthaus zum „Laub“ die

            Gründung des Fußball- und Rodelclubs Gernsbach 1911 vollzogen.

 

Im Winter 1911/12 wurde eine Rodelbahn am Forstgarten in Betrieb genommen. Am 17. März 1912 fand das erste Fußballwettspiel in Gernsbach statt. Es spielten Gernsbach FC gegen Baden-Baden „Union“. Die Gernsbacher siegten mit 5:1 Toren. Das war ein beachtlicher Anfang, der neue Mitglieder geworben hatte.

Man spielte auf einem besseren Grasacker auf der kleinen Au, unweit vom Reiterweg.

1912 wurde der Sportplatz auf der Essel in Pacht genommen.

Am 21. Dez. 1912 fand die erste Weihnachtsfeier des FCG im Badisch- Hof  Saal statt.

Am 13. August 1913 zog der FCG das erste Gernsbacher leichtathletische Sportfest auf. Anschliessend „Sommernachtsfest im Wilden Mann Garten“ ….

 

            Dazu eine Zeitungsnotiz aus der Gründerzeit:

 

„Das rapide Anwachsen der Fußballvereine bedeutet für die Turnvereine eine Gefahr. Es müssen Mittel und Wege gefunden werden, wenn man die unsere Zukunft schwer bedrohende Gefahr wirksam beseitigen will. In der Gründung von Faustballabteilungen sah man das Mittel, das die deutsche Turnerschaft empfohlen hat, um die Zöglinge bei den alten Vereinen zu belassen.“

 

Die Hauptversammlung vom 10. Januar 1913 wählte als Nachfolger von Heinrich Langenbach, der unterdessen von seiner Mannschaft in Durlach voll in Anspruch genommen wurde und als Lehrer in der Freiburger Gegend amtierte, den Kaufmann Fritz Sulger.

Die Mitgliederzahl, unter denen sich viele junge Kaufleute der Firmen Nachmann, Ettlinger und Nachmann befunden haben, wuchs auf über ein halbes Hundert hinaus. Damit stand der FCG auf festem Boden.

Der hereingebrochene Weltkrieg 1914-1918 ließ den Sportbetrieb ruhen. Noch kurz vor Beginn des Krieges wurde eine Generalversammlung am 21. Januar 1914 im Laub abgehalten. Danach hatte im Jahre 1913 die 1. Mannschaft 16 Spiele und die 2. Mannschaft 7 Spiele ausgetragen.

Neuwahl des Gesamtvorstandes:  1. Vorstand Heinrich Langenbach, Lehrer

2. Siegmund Lang, Drogist, Schriftführer:  Klaus Göthel, Kassier:  Rob. Langenbach, Spielführer: Juller Falk,  Platzwart: Frank Häberle (Hörden), Gerätewart: Simon Hecht, Beisitzer: Kohn und Fenzel, Rechunungsprüfer: Felesenstein und Schley

 

 

 

Die Geburtsstunde wird belegt durch eine Zeitungsmeldung: „Der Murgtäler“, der Vorgänger des heutigen „Badischen Tageblattes“, damals noch im Besitz und herausgegeben von der Familie Müller in der Waldbachstrasse, vermerkte in seinem Lokalteil am 5.Dezember 1911

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Vereinsgründung: Dieser Tage wurde hier ein Fußball-Rodelclub gegründet. Dieser bezweckt die Förderung des Fußballsportes im Sommer und des Rodelsportes im Winter. Der Club beabsichtigt, sich eine eigene Rodelbahn anzulegen und zu unterhalten, und ist somit einem längst erkannten Bedürfnis Abhilfe zu leisten. Die bisher befahrenen Bahnen sind nur gewöhnliche Strassen, die dazu ihren Zweck nie voll erfüllen konnten. Gernsbach hat gute Schneeverhältnisse und auch eine große Anzahl Wintersportler. Es ist deshalb die Gründung dieses Clubs zu fördern und ihm weitestgehend Wohlwollen entgegenzubringen ………….

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1. Weltkrieg

 

Der Ausbruch des ersten Weltkrieges legte die gesamte sportliche Betätigung lahm. Insgesamt 11 Mitglieder rückten zum Kriegsdienst ein. Am 8. September fiel als erster der Gernsbacher Fritz Traub im Elsaß.

Nach Beendigung des ersten Weltkrieges fand am 30.04.1919 eine erste Besprechung aller Fußballanhänger im Badischen Hof statt. Der Vereinsbetrieb wurde wieder ins Leben gerufen; zwar vereinigte man sich nun mit dem Turnverein Gernsbach, blieb jedoch eine selbständige Abteilung unter dem Namen“ Fußballclub Gernsbach, Abt. des Turnvereins Gernsbach“.

Die ersten Verbandsspiele des Fußballclubs wurden Anfang April 1920 ausgetragen. Der FC Gernsbach spielte in der C-Klasse, die man auf Platz 5 abschloss.

An 24.April 1921 löste sich die Fußballabteilung des Turnvereins auf, und der FC Gernsbach machte sich wieder selbstständig. Von diesem Zeitpunkt an wurde innerhalb des Vereins auch die Leichtathletik gefördert, die bald schöne Erfolge aufweisen konnte.

Das zehnte Stiftungsfest wurde im Herbst 1921 im Löwensaal (heutige Löwenapotheke) gefeiert, wobei der Gesangsverein Hörden mitwirkte. Der Aufstieg in die B-Klasse wurde mir Lorbeerkranz, der durch den Gauvertreter überreicht wurde, gewürdigt.

 

Der Club findet seine Heimat erstmals an der Obertsroter Landstrasse

 

Mit der am 8.Januar 1922 im Ochsen in Hörden abgehaltene Weihnachtsfeier kam man den zahlreichen Mitgliedern aus Hörden entgegen. Doch war zu dieser Zeit auch in Hörden schon der Gedanke einen Fußballclub zu gründen, herangereift, um im Jahr 1923 gründete Hörden einen eigenen Fußballverein. Damit verlor der FC Gernsbach eine Anzahl von Spieler und Gönnern, und auch die Platzfrage wurde schwierig. Bis zum Jahre 1925 trat eine gewisse Flaute im Spielbetrieb des FC Gernsbach ein, da auch Staufenberg und Ottenau eigene Clubs gründeten und bewährte Spieler den Clubs ihrer Heimatorte beitraten.

Am 9.Juli 1925 fand im Gasthaus Laub eine außerordentliche Generalversammlung statt, die den Zweck verfolgte, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, zumal die vorausgegangenen Jahre der Inflation auch dem FC  Gernsbach alles genommen hatten. Ein neuer Sportplatz musste gefunden werden, da der bisherige – auf der Essel in Hörden – an den Hördener Fußballverein abgetreten werden musste. Neuer Vorsitzender des FC Gernsbach wurde Heinrich Stichling; der neue Sportplatz wurde an der Obertsroter Landstrasse geplant und nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden konnte das Gelände gepachtet werden. Im September 1925 konnte der neue Platz nach ca. 1000 m3 Erdbewegungsarbeiten in Besitz genommen werden. Die Platzweihe fand, verbunden mit dem 15ten Stiftungsfest des FC Gernsbach, statt und wurde ein voller Erfolg. Am 15.August 1925 ließ sich der FC Gernsbach erstmals ins Vereinsregister eintragen.

 

Auf den neuen Platz an der Obertsroter Landstrasse stellten sich auch die sportlichen Erfolge ein. Bis 1924 spielte die erste Mannschaft in der B-Klasse; von 1924 bis 1932 gehörten sie der A-Klasse an.

 

Wechsel ins Stadion bei den Schulen

 

Genau 10 Jahre spielte der FC Gernsbach auf diesem Platz, bis auf initiative der Stadtverwaltung unter Bürgermeister Dr. Mainzer der Bau des Stadions bei den Schulen betrieben wurde. Fast ein halbes Jahrhundert war das Stadion die Heimat der Gernsbacher Fußballer, bis 1985 wieder ein Wechsel vollzogen wurde und der Verein wieder zu seinen alten Wurzeln zurückfand. Davon aber später mehr.

Bedingt durch die schwierigen Verhältnisse des Jahres 1932 wurde der Vereinsbetrieb im November für kurze Zeit eingestellt, aber schon 1933 unter Führung von Heinrich Stichling wieder aufgenommen.

Nach umfangreichen Ausgrabungen und Auffüllungen war das Spielfeld im Jahre 1936 fertig. Leider verhinderte der zweite Weltkrieg eine offizielle Weihe und Übergabe des Stadions an die örtlichen Sportvereine.

Im Jahre 1937 änderte der FC Gernsbach den Vereinsnamen in „Verein für Rasenspiele“ kurz VFR und tauschte die alten  Vereinsfarben grün-schwarz gegen die Stadtfarben rot-weiß. Im Jahre 1938 errang die Jugend ihre Meisterschaft und die Jugendmannschaften waren es dann auch, die den Spielbetrieb während des zweiten Weltkrieges aufrecht erhielten.

 

2. Weltkrieg

 

Das Ende des zweiten Weltkrieges, der Einmarsch der französischen Besatzungstruppen sowie die allgemeine Notlage brachten jegliche sportliche Betätigung zum Erliegen. Durch ein Gesetz des Alliierten Kontrollrates wurden alle Vereine aufgelöst und die Ausübung sämtlicher Sportarten verboten. Das Stadion musste den Besatzungstruppen überlassen werden und konnte in der Folge nur mit Erlaubnis zu sportlichen Veranstaltungen betreten werden.

 

Im Jahre 1946 lockerte der Alliierte Kontrollrat die Bestimmungen und gestattete die sportliche Betätigung, allerdings mit der Auflage, sämtliche Sportarten nur im Rahmen eines einzigen Sportvereins auszuüben. Aufgrund dieser Bestimmungen erfolgte 1946 die Gründung der Sportvereinigung Gernsbach, der alle Sport treibenden Vereine der Stadt angeschlossen waren. Erster Vorsitzender war August Wunsch; Leiter der Fußballabteilung waren Oskar Senger und Heinrich Steimer. Die Fußballabteilung der Sportvereinigung Gernsbach wurde der A-Klasse (Murg) zugeteilt. Von 1948 bis 1950 war Adolf Goldstein Vorsitzender der Sportvereinigung Gernsbach, während Herr Lücker Leiter der Fußballabteilung war. Im Jahre 1950 stieg die Fußballabteilung der Sportvereinigung Gernsbach zur Kreisklasse auf. In dieser Klasse konnte man 1951 hinter Rotenfels den 2. Platz belegen. Als die Besatzungsbestimmungen weiter gelockert wurden, machte sich zunächst der Turnverein von 1948 selbständig, dann folgte 1951 der Fußballclub und der Hockeyclub.

Der Zeitungsausschnitt aus dem Süd-West-Echo vom 13.11.1946 zeigt wie schwierigen Bedingungen, unter denen in den ersten Nachkriegsjahren die Sportvereine wieder aufgebaut wurden

 

 

Zeitungsausschnitt von 1946

40. Jahre FC Gernsbach

 

Erster Vorsitzender des wiedererstandenen Fußballclubs Gernsbach wurde H.Lücker, Herr Goldstein wurde Ehrenvorsitzender. Vom 4 - 12. August 1951 wurde das 40jährige Jubiläum in würdigem Rahmen gefeiert. Das Festbankett fand am 4. August in der Stadthalle Gernsbach statt. Die Jubiläumsspiele am 5. August spielten der FC Gernsbach gegen den VFB Bühl sowie die beiden damaligen Oberligavereine Borussia Dortmund und Kickers Offenbach.

In der anschließenden Festwoche vom 3.-12.August 1951 wurden Spiele eingeladener Mannschaften aus dem Fußballbezirk Rastatt – Baden-Baden ausgetragen. Dieses 40 jährige Jubiläum war eine schöne Werbung für den Fußballsport und gab dem FC Gernsbach für die kommenden Jahre regen Auftrieb. Unter der Leitung der Herren Lücker und Goldstein konnte der Fußballclub Gernsbach in den folgenden Jahren eine gute Rolle in der A-Klasse Baden-Baden spielen.

1955 trat Herr Lücker aus beruflichen Gründen als erster Vorsitzender des Vereins zurück. Der bisherige Geschäftsführer, Herr Siegfried Schmoll, übernahm die Führung des Vereins.

 

 

Die 60er Jahre – 1. Aufstieg in 2. Amateurliga (heutige ‚Landesliga’)

 

Bis 1960 spielte die erste Mannschaft des FC Gernsbach in der A-Klasse. Am Ende eines jeden Spieljahres war der FC Gernsbach unter den ersten drei Mannschaften zu finden, doch zur Meisterschaft wollte es nicht reichen.

Unter der Trainingsleitung von Herrn Ludwig Altig, der der Mannschaft neue spielerische Impulse gab, wurde 1960 die lang ersehnte Meisterschaft der A-Klasse Bezirk I errungen. Die zweite Mannschaft konnte ebenfalls den ersten Tabellenplatz erkämpfen.

Die Begeisterung kannte keine Grenzen und die Meisterschaft wurde in einer Festveranstaltung im Mai 1960 im Stadion in würdiger Form gefeiert.

Leider währte die Freude nur kurz. Der FC Gernsbach konnte nur für ein Spieljahr seine Visitenkarte in der zweiten Amateurliga abgeben. Am Ende der Saison 1960/61 stand die erste Mannschaft mit 16:48 Punkten und 33:87 Toren auf dem 16.ten Tabellenplatz und musste wieder in die A-Klasse Baden-Baden absteigen.

 

 

50. Jahre FC Gernsbach

 

Obwohl sich die sportlichen Erfolge nicht wie gewünscht eingestellt hatten, wurde 1961 das 50 jährige Jubiläum des FC Gernsbach in würdiger Form begangen. Die Jubiläumsfeier fand am Sonntag, dem 15.Juli, in der Stadthalle in Gernsbach statt, das Sportfest wurde vom 29.Juli bis 1.August 1961 im Stadion durchgeführt.

Die Mitkonkurrenten der A-Klasse Baden-Baden wollten dem Absteiger FC Gernsbach beweisen, dass sie auch guten Fußball spielen konnten, und so musste sich der FC Gernsbach mit einem Torverhältnis von 34:53 und einem Punkteverhältnis von 28:32 mit dem 13.ten Platzbegnügen.

Dem Abstieg in die B-Klasse in der Saison 1962/63 folgte auf Anhieb der Aufstieg in die A-Klasse im Spieljahr 1963/64.

 

2. Aufstieg in die 2. Amateurliga

 

Diesem sportlichen Erfolg folgte bereits zwei Jahre später im Spieljahr 1966/67 der Wiederaufstieg in die zweite Amateurliga.

In diesem Jahr konnte der FC Gernsbach seinen Anhängern noch einen besondern fußballerischen Leckerbissen bieten. Am Pfingstmontag, dem 14.05.1967, spielte die komplette Bundesligamannschaft von Eintracht Braunschweig, die im selben Jahr deutscher Meister wurde, gegen die erste Mannschaft des FC Gernsbach, die sich durch Spieler aus Gaggenau sowie dem Torwart aus Weitenung verstärkt hatte. Dieses Spiel war eine schöne Werbung für den Fußballsport im Murgtal und obwohl 2:8 verloren wurde, gab eine begeisterte Zuschauermenge dem Spiel den würdigen Rahmen.

Natürlich wehte für den FC Gernsbach in der zweiten Amateurliga im Spieljahr 1967/68 ein anderer Wind, doch war der erreichte zehnte Platz mit einem Torverhältnis von 54:77 und einem Punkte Verhältnis von 25:35 eine schönes Erlebnis. Fast hätte die Mannschaft zum Schluss der Saison noch das Zünglein an der Waage bei der Meisterschaft spielen können, als nach einem temporeichen Spiel beim Lahrer SV erst in der Schlussphase mit 5:3 verloren wurde. Damit war Lahr Meister in der zweiten Amateurliga.

Im Jahr 1968 machte der FC Gernsbach bei der südbadischen Pokalhauptrunde nochmals auf sich aufmerksam, als der FC Rastatt 04, der in diesem Jahre um die deutsche Amateurmeisterschaft gespielt hatte, mit 2:1 geschlagen wurde. Erst vom SC Baden-Baden wurde die Mannschaft knapp mit 3:2 besiegt.

 

Das Spieljahr 1968/69 kann als Schicksalsjahr der Vereinsgeschichte des FC Gernsbach bezeichnet werden. Mit einem Schreiben an den zweiten Vorsitzenden, Herrn Otto Klumpp, erklärte der erste Vorsitzende des Vereins, Herrn Siegfried Schmoll, am 19.08.1968 seinen vorzeitigen Rücktritt. Wenn auch manche Differenzen innerhalb der Vorstandschaft bestanden, der ursächliche Grund dieses Entschlusses lag in dem schweren Skiunfall von Herrn Schmoll mit der nachfolgenden langwierigen Genesungszeit. Am 14.09.1968 berief der zweite Vorsitzende, Herr Otto Klumpp, eine außerordentliche Mitgliederversammlung ein, die im Gasthaus zum Auerhahn durchgeführt wurde. Bei den stattfindenden Neuwahlen wurde Herr Otto Klumpp als erste Vorsitzender gewählt. In dieser Zeit zeigte sich bereits, dass die erste Mannschaft des FC Gernsbach in diesem Spieljahr einen schweren Stand haben würde, da die Erfolge der vorhergegangenen Saison nicht wiederholt werden konnten. Unter dem Vorsitz von H. Otto Klumpp wurde seit vielen Jahren wieder eine Weihnachtsfeier durchgeführt, die bei der Bevölkerung großen Anklang fand. Mitglieder, Gönner und Freunde des Vereins füllten die Stadthalle am 26.12.1968 bis auf den letzten Platz.

Die Rückrunde nach der Winterpause zeigte, dass die Befürchtungen berechtigt waren, und am Saisonende musste der FC Gernsbach aus der 2. Amateurliga absteigen. Auch das letzte Spiel gegen den VFB Gaggenau, das knapp mit 1:0 gewonnen wurde, konnte diese Tatschache nicht mehr abwenden.

 

Abstieg in die A-Klasse  (heute ‚Bezirksliga’)

 

Am 19.04.1969 wurde im kleinen Stadthallensaal die turnusgemäße Generalversammlung mit Neuwahlen durchgeführt. Nach anfänglich ruhigem Verlauf ergaben sich so ernste Differenzen, dass keine arbeitsfähige Vorstandschaft zustande kam, und der Verein bis zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung kommissarisch weitergeführt werden musste.

Zum Ende der Saison verließen nicht weniger als zwölf Spieler den Verein! Die Ereignisse der Jahre 1968/69 haben aber verdeutlicht, dass ein Verein wie der FC Gernsbach, in seiner nunmehr 60 jährigen Tradition, so fest gefügt ist, dass solche Krisen überwunden werden. Hier muss besonders die AH genannt werden, die in allen Belangen so tatkräftig einsprang, dass der Verein dankbar ist, eine derartig gut organisierte AH zu haben.

Den Verantwortlichen des FC Gernsbach war klar, dass das Spieljahr 1969/70 sehr schwer werden würde. Zunächst galt es, einen neuen Trainer zu verpflichten, da der langjährige Trainer Altig den Verein verließ. Dieses Vorhaben war gar nicht so einfach, denn es gehörte Mut dazu, den abgestiegenen FC Gernsbach, zudem mit einem derartigen Spieler-Aderlass, zu übernehmen.

Es gelang der Vorstandschaft, den jungen Trainer Ottmar Böhmer vom VFB Gaggenau zu verpflichten, der nun die schwere Aufgabe hatte, aus den verbliebenen Spielern, die treu zu ihrem FC Gernsbach standen, eine einigermaßen spielstarke Mannschaft zu bilden. Es gab in dieser schweren Zeit aber auch einige Lichtblicke. Die Spieler Kömmling und Deuchler, die eigentlich ihre aktive Laufbahn hatten beenden wollen, stellten sich nochmals zur Verfügung. Natürlich wurde auch versucht, neue Spieler für die Farben des FC Gernsbach zu gewinnen.

Das im Juli 1969 durchgeführte Sportfest wurde ein schöner sportlicher Erfolg. Die Generalversammlung wurde am 30.09.1969 in den des Gasthauses „ Zur Traube“ einberufen. Bei den durchgeführten Neuwahlen wurde Peter Traub als erster Vorsitzender gewählt. Otto Klumpp übernahm das Amt des zweiten Vorsitzenden und brachte unter dem Punkt „ Verschiedenes“ den Antrag ein, den FC Gernsbach wieder in das Vereinsregister eintragen zu lassen. Die Versammlung stimmte diesem Antrag zu und genehmigte die vorbereitete Satzung. Nach dem Abstieg tat sich die Mannschaft auch in der nächste Saison schwer und konnte erst spät durch einen 2:1 Sieg gegen Sandweier den Klassenerhalt sichern.

 

60. Jahre FC Gernsbach

 

Das Jahr 1970 stand im Zeichen des 60 jährigen Jubiläums. Sportlich hatte sich der Verein gefestigt und die 1.Mannschaft konnte sich in der Spitzengruppe der A-Klasse behaupten.

Den Protokollen ist zu entnehmen, dass der Hockey-Club in diesem Jahr erstmals das Vereinsturnier für „Nichtfußballvereine“ anlässlich des Sportfestes gewann und damit den „Gesangverein Freundschaft Scheuern“ ablöste. Das Fußballer-Hobbyturnier war inzwischen eine feste Einrichtung und aus dem Vereinsgeschehen des FC nicht mehr wegzudenken.

Aber bereits 1970 war das Stadion ein Sorgenkind. Zunehmende Beanspruchung durch immer mehr Sporttreibende und die Schulen waren fortan für den Rasen zuviel, so dass eine geschlossene, gut bespielbare Rasenfläche trotz vielerlei Versuche nicht wieder zustande kam.

 

3. Aufstieg in die 2. Amateurliga

 

Das Jahr 1972 führte den FC wieder in die II. Amateurliga zurück. Obwohl alle Heimspiele in Hörden ausgetragen werden mussten, konnte bereits vor dem letzten Spiel mit einem 2:1 gegen Lichtental die Meisterschaft in der A-Klasse errungen werden. Die Presse schrieb am 28.05.1972: “ Der Fahrstuhlfahrer aus dem Murgtal hofft, dass sein drittes Gastspiel in der Amateurliga länger dauert als die beiden vorangegangenen.“ Trainer Otto Bürchner konnte in der damals neu erstellten Halle trainieren und auf dem von Grund auf erneuerten Rasen sollte die nächste Spielrunde erfolgreich absolviert werden.

Der Start im Spieljahr 1972/73 in der II.Amateurliga gelang mit einem Sieg gegen den SV Kuppenheim und weiteren Siegen gegen Achern 6:0 und Sinzheim, bis dann der

Gernsbacher Höhenflug mit einem 5:3 in Durmersheim gestoppt wurde. Immerhin konnte der Neuling als 11. mit respektablen 28:32 Punkten die Spielrunde beenden.

Das frühe Aus gegen Sloga Rotenfels bei der Qualifikation um den Südbadischen Vereinspokal war eine erste Warnung. Obwohl am Anfang der neuen Spielrunde der FC Gernsbach noch als Sensationssieger gegen VfR Elgerweier in der Presse gefeiert wurde, musste er sich nach zweijähriger Zugehörigkeit am Ende der Runde 1973/74 wieder aus dem Amateurlager verabschieden.

 

 

Erneuter Abstieg in die A-Klasse

 

Ein Sieg im letzten Spiel gegen den SV Haslach und ein 13. Platz reichten nicht für den Klassenerhalt, da nach dem Verpassten Aufstieg des SV Kuppenheim in Oberhaus vier II.Amateurligisten den Weg in die A-Klasse antreten mussten.

Im gleichen Jahr trat Peter Traub als 1.Vorsitzender aus beruflichen Gründen zurück. Gerhard Gaus übernahm für ein Jahr als geschäftsführendes Vorstandsmitglied die Leitung des Vereins. Ludwig Altig zeichnete sich für den sportlichen Bereich verantwortlich.

Das Sportfest – in diesem Jahr an der Oberroter Landstrasse ausgetragen – endete mit einem tragischen Unfall. Ein LKW raste in den Parkplatz und über die Böschung auf den Sportplatz. An den Unfallfolgen starben zwei Reichentäler Sportler. Das Vereinsturnier wurde sofort abgebrochen. Das später im Stadion ausgeführte Hauptspiel  gegen Nördlingen brachte einen Reinerlös von 1145 DM. „ Vorsitzender Gerhard Gaus teilte inzwischen mit, dass den Hinterbliebenen des Unfalls der gesamte Betrag übergeben werden konnte“, lautet eine Pressenotiz von 29.07.1974.

Nach dem Abstieg verließen mit Wurz, Bernhard Dotter und Zollbrecht drei Stützen den Verein, eine bedauerliche Unsitte, die sich auch in späteren Jahren in verstärktem Maße wiederholte. So geschwächt, hatte die Mannschaft auch in der A-Klasse große Schwierigkeiten, obwohl sie sich durch die beantragte und auch zunächst vom Verband genehmigte Freigabe von drei Jugendspielern verstärkte.

 

Kurzgastspiel in der B-Klasse

 

Die Spielrunde 1974/75 endete mit einer Groteske. Nach Zeitungsberichten lässt sich zurückverfolgen:

Der A-Jugendspieler Ewald Dotter gehörte laut Geburtsdatum nicht dem älteren A-Jugend-Jahrgang an. Er ist am 5. August geboren, laut § 12 der Jugendordnung des SBFV ist der Stichtag für die Freigabe der 1.August. Dennoch wurde dem Antrag des FC- Ewald Dotter für die 1.Mannschaft freizumachen- stattgegeben. Mit dem jungen Talent hielt der FC auch gut in der A-Klasse mit.

Am 20. September erhielt der FC dann ein Schreiben, wonach Ewald Dotter ab sofort nicht mehr spielberechtigt war. Am Ende der Runde wurde die Situation grotesk.

Der FC inzwischen in Abstiegsnöten gekommen, sollte die mit E. Dotter gewonnen Spiele noch einmal bestreiten. Inzwischen war Urlaubszeit, die Gernsbacher weigerten sich, dem Begehren des Verbandes nachzukommen, da der Fehler – die fälschlicherweise erteilte Spielgenehmigung – ja beim Verband selbst lag.

Letztendlich wurden dem FC die nicht wiederholten Spiele „ wegen Spielverzichts“ aberkannt und dem Abstieg aus der 2.Amateurliga im Vorjahr folgte ein erneuter Abstieg in die B-Klasse.

 

Mit dieser Schilderung sollen keine vernarbten Wunden aufgerissen werden, vielmehr soll der einen oder anderen Legendenbildung entgegengewirkt werden.

Der erzwungene Abstieg hatte denn auch keine all zu schlimmen Folgen für den Verein. Trotz „ schlechter Bedingungen im Stadion und mangelnder Unterstützung durch die Stadt (Protokoll der Generalversammlung)“ hielt sich die junge Mannschaft hervorragend. Drei Spieler aus der eigenen Jugend, Jochen Müller, Daniel Lang und Ewald Dotter waren die nötige Verstärkung, so dass auf Anhieb wieder der Aufstieg mit der stolzen Bilanz von 51:9 Punkten und einem Torverhältnis von 93:37 in die A-Klasse geschafft wurde.

Ludwig Altig wurde in seinem Amt als 1.Vorsitzender bestätigt, so kann das Spieljahr 1975/76 zu den erfolgreichsten der Vereinsgeschichte gezählt werden.

Das Jahr 1977 brachte wieder einen Wechsel in der Vereinsführung. Für zwei Jahre wählte die Generalversammlung Dieter Pollnik zum Vorsitzenden. Die 1. Mannschaft spielte in der Runde 1976/77 keine bedeutende Rolle und am Ende befand man sich im letzten Tabellendrittel.

Mit den neuen Trainer Gerd Pfrang begann die neue Runde vielversprechend mit einem 7:2 Sieg in Muggensturm, rutsche aber bald wieder auf den vorletzten Tabellenplatz ab, so dass man am Ende mit dem 10. Platz noch gut bedient war. Nach fünfjähriger Pause spielte der FC Gernsbach erstmals wieder um den Südbadischen Vereinspokal mit. Nach einem Erfolg gegen den 2.Amateurligisten Fautenbach war dann aber gegen den SV Wolfach am 13.August nach einem 2:2 Unentschieden Endstation.

In der folgenden Runde 1978/79 zeigte die spielerische Tendenz nach oben und mit einem 4.Tabellenplatz konnte die in der A-Klasse gefestigte Mannschaft einen beachtlichen Erfolg aufweisen. Im Bezirkspokal erreichten die Gernsbacher das Endspiel, mussten sich aber in Steinmauern gegen den dortigen FV mit 4:2 geschlagen geben.

Mit der Führung des Vereins wurde Günter Hamann betraut.

In der Spielzeit 1979/80 wollte der FC wieder einmal nach den Sternen greifen. Nach furiosem Start konnte mit einem Punktestand von 25:5 die Herbstmeisterschaft errungen werden. Leider nur ein inoffizieller Titel. Für die Rückrunde hatte man sich dann doch zuviel vorgenommen. Immerhin erreichte die Mannschaft noch den 3. Tabellenrang, aber der lange greifbar nahe Aufstieg war dahin. Diese Leistung ist umso höher zu bewerten, da viele Spiele auf dem „alten Obertsroter“ Platz ausgetragen werden mussten, da das Stadion wieder einmal für 15 Monate gesperrt war, eine Pflegemaßnahme, der, wie sich bald herausstellte, wenig Erfolg beschieden war.

Das Spieljahr 1980/81 wurde mit viel Optimismus angegangen. Verstärkt mit 5 Jugendspielern aus der eigenen A-Jugend konnte Gerd Pfrang mit einer ausgewogenen Truppe beginnen. Obwohl bald erste Ermüdungen folgten, spielten die Gernsbacher am Ende ganz vorne mit. Der 16.04.1981 sieht Gernsbach erstmals als Tabellenführer. Der direkte Vergleich mit dem Tabellenzweiten Leiberstung ging dann allerdings verloren, so dass der Rivale aus dem Rebland wieder die Führung übernahm. Am Ende der Runde gab es wieder Rangeleien vor dem Verbandsgericht. Leiberstung hatte einen Jugendspieler – ohne gültige Spielerlaubnis – gegen Gernsbach eingesetzt und damit wurde das Spiel für Gernsbach als gewonnen gewertet. Der Fall „Dotter“ aus dem Jahr 1975 war zum Fall „Leiberstung“ geworden.

So war der FC Gernsbach plötzlich ein Spiel vor Rundenende Tabellenführer. Aber die Gernsbacher Kicker konnten die Gunst der Stunde nicht nützen. Der FC verlor sein letztes Heimspiel gegen Plittersdorf und musste dem VFB Bühl die Meisterschaft und den Aufstieg überlassen.

Das Jahr 1981 brachte eine Änderung in der Satzung des FC Gernsbach. Ob seiner langjährigen Verdienste um den Fußballclub wurde Otto Klumpp zum 1. Präsidenten des Vereins gewählt. Damit wurde aber auch ein Mann gewürdigt, der immer zur Stelle war, wenn es irgendwo zu helfen galt. Sei es als Jugendleiter, als Beisitzer, Spielausschuss- oder 2. Vorsitzender oder als Vorsitzender des Festausschusses; ohne seine helfende Hand wäre vieles nicht möglich gewesen.

 

70. Jahre FC Gernsbach

 

Nicht vergessen werden darf die 70-Jahrfeier anlässlich der Sportwoche. Das größte Geburtstagsgeschenk, die Erringung der Meisterschaft, konnte sich der Verein nicht machen, aber Präsident Klumpp fand die richtigen Worte:“ Wir Fußballer verzagen nicht und machen weiter, irgendwie schaffen wir es“ ein Leitspruch, der gerade heute für den FC Bedeutung hat.

In der nächsten Spielrunde 1981/82 fand sich der FC im Mittelfeld. Die Enttäuschung über die entgangene Meisterschaft war zu groß, als dass man an die dominierende Rolle des Vorjahres hätte anknüpfen können. Am Ende verließ Trainer Gerd Pfrang nach fünf Jahren den Verein und fand beim FV Rotenfels einen neuen Wirkungskreis.

Für die Saison 1982/83 konnte der Karlsruher Exprofi Willi Dürrschnabel als Trainer gewonnen werden. Aber auch ihm war ein Anknüpfen an frühere Erfolge nicht vergönnt. Entnervt gab er nach zwei Jahren auf, als im letzen Spiel der Runde 1983/84  in Varnhalt mit einem 0:2 gerade noch der Klassenerhalt gesichert werden konnte.

 

 

Rückkehr zum Sportplatz an der Obertsroter Landstrasse … und in die B-Klasse

 

Das Jahr 1983 brachte wieder einen Wechsel in der Vereinsführung. Bereits bei seiner Wahl zum 1.Vorsitzenden schlug Rolf Thilenius dem Verein vor, zu überlegen, ob es nicht richtiger sei, den alten Sportplatz an der Obertsroter Landstrasse – nach entsprechender Erneuerung – als neue Heimat anzunehmen, als sich weiterhin mit den unzulänglichen Spiel- und Trainingsmöglichkeiten auf dem Stadion abzufinden. Die Vorstandschaft wurde von der Generalversammlung beauftragt, Möglichkeiten und Finanzierung zu überprüfen, ob der neue Weg beschritten werden könne.

Mit Werner Schlindwein konnte für die Saison 1984/85 ein neuer Trainer gewonnen werden. Obwohl einige Leistungsträger den Verein verließen- offensichtlich ein Krankheit des FC Gernsbach – war man guter Dinge, dass sich eine ähnlich dramatische Situation wie im Vorjahr nicht wiederholen sollte. Aber es kam anders. Unstimmigkeiten innerhalb der Mannschaft, dazu zum Teil auch spielerisches Unvermögen besiegelten am Ende den Abstieg aus der Kreisklasse A. Nachdem des FC in der Bezirksklasse noch vor wenigen Jahren eine bedeutende Rolle gespielt hatte, eine herbe Enttäuschung.

 

 

Neuer Kunstrasenplatz

 

Nach diesem sportlichen Misserfolg stellte eine andere Erscheinung den Verein vor ein fast unlösbares Problem. Nicht weniger als 9 Stammspieler der 1.Mannschaft verließen den Verein, zu einem Zeitpunkt, da sich die Vorstandschaft durch Schaffung optimaler Spielbedingungen (Kunstrasenplatz) und eine eigenen Vereinsheimes bis an die Grenzen der Belastbarkeit für den Verein einsetzte.

 

Nur der hervorragenden Jugendarbeit von Hans Baust und Walter Rieck war es zu verdanken, dass die Lücken wenigstens zum Teil aus der eigenen Jugend geschlossen werden konnten. Trainer Schlindwein, der durch eine böse Verletzung als Spielertrainer für die neue Runde ausfiel, sagte nach einstimmigem Votum der Mannschaft auch für die laufende Runde zu. Nachdem ihm aber der Erfolg versagt blieb und es Zwistigkeiten innerhalb der Mannschaft gab, legte er bereits im Herbst im beiderseitigen Einvernehmen das Traineramt nieder. Es war schwierig in dieser verfahrenen Situation währen einer laufenden Spielzeit einen Trainer zu finden. Hans Baust übernahm als Interimtrainer die Betreuung der Mannschaft bis dann mit Klaus Kientz doch noch ein Mann gefunden wurde, der mit der Mannschaft den Klassenerhalt schaffen kann.

 

Beschlossen wurde der Umzug an die Obertsroter Landstrasse sowie die Neuerrichtung eines Kunstrasenspielfeldes bei der Jahreshauptversammlung 1984.

Der Umbau erfolgte dann 1985 in den Sommermonaten; Fertigstellung bzw. Übergabe am 22. September. Die Baukosten beliefen sich einschließlich Flutlichanlage, Ballfangwand, Einzäunung, Entwässerungseinrichtung etc.  auf ca. 820.000 DM.

 

So erfreulich der Start auf dem neuen Kunstrassenplatz mit einem 6:1 Sieg gegen Baden-Baden II war, so hat die neue Umgebung nicht die erhoffte positive Wirkung gebracht. Allein der Verlauf der Rückrunde – bisher 16:10 Punkte –zeigte, dass die Gernsbacher Fußballer im Jubiläumsjahr das „Kicken“ nicht ganz verlernt hatten.

 

Der FC Gernsbach baut sich eine neue Heimat

 

Bei der Generalversammlung 1985 stellte der wieder gewählte Vorsitzende Rolf Thilenius die inzwischen zur Baureife gediehenen Pläne für ein Vereinsheim vor. Architekt Günter Fetzner erläuterte die Planung, am Schluss gab die Generalversammlung einstimmig grünes Licht, noch im Sommer 1985 mit dem Bau zu beginnen.

Am 6. Juli 1985 erfolgte die Grundsteinlegung. Nach über einem Jahr Bauzeit – mit Finanzierungskosten i.H.v. rund 450.000 DM sowie über 14.000 Arbeitsstunden - konnte die Einweihung des neuen Sportheimes am 29. Juni 1986 durchgeführt werden.

Im Folgemonat feierte der Club sein 75. jähriges Bestehen mit einem Festprogramm vom 11. – 14. Juli 86 in einem Festzelt an der Fröschau.

Sportlich verlief die Saison 1985/86 dramatisch. Erst mit einem gewaltigen Schlusspurt zu Rundenende konnte der drohende Abstieg gerade noch vermieden werden.

Während man sich in der Kreisliga A weiterhin im gesicherten Mittelfeld bewegte, gelang Anfang Mai 1989 im Bezirkspokal ein weiterer Paukenschlag.

Bezirksligist SV Weitenung konnte in einem dramatischen Spiel mit 3:1 nach Toren von Sandig und 2xKientz geschlagen nach Hause geschickt werden was gleichzeitig mit dem Finaleinzug verbunden war. Als Spielort war Sandweier vorgesehen, der Gegner kam mit dem SV Altschweier wiederum aus der klassenhöheren Bezirksliga.

300 Zuschauer sorgten am Pfingstmontag für einen würdigen Rahmen, wo der aufopferungsvoll kämpfende FC Gernsbach verdientermaßen am Ende den Pokal in Empfang nehmen konnte. Schütze des goldenen Tores war Spielertrainer Klaus Kientz in der 26.Minute.

 

Vom Erfolg beflügelt stabilisierte sich die Mannschaft im oberen Mittelfeld und erreichte in der Saison 1989/90 den 7. Platz. Im Saisonabschlußspiel gegen Rot-Weiß Elchesheim (5:2) streifte sich Spielertrainer Klaus Kientz zum letztenmal das FCG-Trikot über. Mit seinem Wechsel zum FV Iffezheim endete eine erfolgreiche 5jährige Ära. Zum Nachfolger wurde Hubert Burkart benannt. Der Verlust des erfolgreichen Torjägers ließ sich in den Folgejahren im Torverhältnis deutlich ablesen.

 

Trotz dieses Verlustes und dem Abgang von Bernd Karcher gelang der Mannschaft unter dem neuen Trainer Hubert Burkart zunächst ein guter Start in die neue Saison.

Eine Niederlagenserie ab dem 18. Spieltag sorgte dafür, dass der FCG den Abstiegsrängen bedrohlich nah kam. Erst 2 Siege in Sandweier (1:0) und gegen DJK Au (3:1) vertrieben in letzter Sekunde das Abstiegsgespenst.

 

 

Abstieg in die Kreisliga B

 

In der Spielzeit 1991/92 konnte der Abgang von weiteren altgedienten Kräften wie Norbert Steimer, Markus Adam und Peter Dotter nicht mehr verkraftet werden.

Am Ende stand der bittere Abstieg aus der Kreisliga A. Nach einem 1:9 beim FV Muggensturm warf bereits nach dem 3. Spieltag Trainer Hubert Burkart das Handtuch. Dieter Buth übernahm das Kommando. Dieser konnte die Talfahrt nicht mehr stoppen. Bereits zum Vorrundenabschluß zierte man mit lediglich 7 Punkten das Tabellenende.

Ein 3-0 gegen den SV Sinzheim II und ein beachtliches 2-2 gegen Tabellenführer Ötigheim waren letztlich zu wenig, um das Ruder nochmals herum zu reißen.

Am Ende musste man abgeschlagen als 1. Absteiger den bitteren Weg in die ungeliebte "Sicherheitsliga" antreten.

 

Nach weiteren Abgängen war Trainer Dieter Buth gezwungen, mit neuen Talenten aus der A-Jugend eine schlagkräftige Mannschaft aufzubauen. Trotz eines guten Starts gegen den VfR Bischweier (2:0) fand man sich in der neuen Liga jedoch schnell in den hinteren Regionen wieder. Erst Siege beim FC Durmersheim II (3:1) und Lieblingsgegner Bischweier (2:1) konnten die Lage zum Jahresende etwas entspannen.

Für die Rückrunde präsentierte die Vorstandschaft in Ewald Dotter einen neuen Trainer, der Dieter Buth ablöste, der weiterhin als Spieler zur Verfügung stand. Mit 13 Punkten aus den verbleibenden Rückrunden - Spielen konnte der neue Trainer für einen versöhnlichen Rundenabschluß sorgen. Michael Sandig machte mit 21 Treffern in der Torjägerliste auf sich aufmerksam.

Mit Peter Traub konnte ein Nachfolger des ausscheidenden Vereinsvorsitzenden Rolf Thilenius gefunden werden. Als 2. Vorsitzende fungierte weiter Rainer Gerber.

Folgende Ämter konnten wie folgt besetzt werden: Volker Reimann (Schriftführer), Heinz Streese (Kassier), Inge Rapp (Jugendleiterin), Ernst Schmitt, Bruno Dotter, Franz Steimer (Spielausschuss), Rolf Thilenius, Karl-Heinz Rheinschmidt, Walter Rieck, Uwe Zapf (Verwaltungsrat), Josef Ossfeld (Alte Herren)

 

In der Saison 1993/94 zeigte die Formkurve der Mannschaft wieder noch oben. In seinem 2. Jahr führte Trainer Ewald Dotter die Truppe auf dem 5.Tabellenplatz mit 23 Punkten in die Winterpause. Mittlerweile wurden die Klagen über den Zustand des Kunstrasenplatzes immer lauter, was in der Jahreshauptversammlung deutlich zum Ausdruck kam. Auf dem sportlichen Sektor konnte man im neuen Jahr nicht mehr ganz an die Form der Vorrunde anknüpfen (9. Platz). Eventuell wurden die Spieler auch schon vom sportlich bevorstehenden Highlight abgelenkt.

 

 

Borussia Dortmund

 

Den Verantwortlichen war es gelungen, den Bundesligisten Borussia Dortmund zu einem Freundschaftspiel nach Gernsbach zu locken. Am 28. Mai 1994 war es soweit. Mit 12:3 (7:0) wurden zwar Reuter, Sippel, Zorc, Freund und Co. zusammen mit Trainer Otmar Hitzfeld ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht. Dennoch war es für alle eingesetzten Spieler ein einmaliges Erlebnis; besonders für Peter Mahler, Thorsten Mangler und Gennaro D`Onofrio, die in der 2. Halbzeit den Ball sogar im Tor

des Bundesligisten unterbrachten. 1200 Zuschauer sorgten dazu für einen stimmungsvollen Rahmen und für Volksfestatmosphäre.

 

Vor der Saison 1994/95 war der FCG gezwungen, in Frank Schnepf einen neuen Trainer zu präsentieren, da Ewald Dotter um Auflösung seines Vertrages gebeten hatte. Nach 10jähriger Pause wurde das Sportfest wieder mal im Stadion an der Schule abgehalten. Abschließend konnte ein positives Fazit gezogen werden. Am Rande erneut zum Thema wurde dabei auch der schlechte Zustand des Kunstrasenplatzes; besonders heftig diskutiert nach der Begegnung gegen Croatia Gaggenau (1:0), welche gar nicht hätte angepfiffen werden dürfen aufgrund des von Schmutz und Nässe schmierigen Untergrundes. Dies führte letztlich dazu, dass eine längst überfällige Sanierung des Platzes vom Gemeinderat verabschiedet wurde. Ansonsten lief die Spielrunde ohne nennenswerte Höhepunkte ab, man fand sich überwiegend im Mittelfeld der Tabelle wieder (8. Platz). Bereits im 6. Jahr ist Frau Inge Rapp in der Funktion als Jugendleiterin für den FCG im Amt. Dies ist umso bemerkenswerter, weil sie bei "der schönsten Nebensache der Welt" als einzigste Frau im Bezirk Baden-Baden in dieser Funktion tätig ist. In der Jahreshauptversammlung wurde Rainer Gerber mit grosser Mehrheit zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter wurde Volker Reimann. In die weiteren Ämtern wurden gewählt: Kurt Walter (Kassier), Joachim Haug (Schriftführer), Inge Rapp (Jugendleitung), Peter Schauer, Bruno Dotter, Franz Steimer (Spielausschuss), Rolf Thilenius, Josef Ossfeld, Walter Rieck u. Hans Baust (Verwaltungsrat).

 

Mit neu saniertem Kunstrasenplatz konnte Trainer Frank Schnepf die Saison 1995/96 in Angriff nehmen. Man musste aber schnell erkennen, dass aufgrund weiterer Abgänge (Sportplatzbedingt) gleichzeitig aber fehlendem Unterbau aus der Jugend, die aktiven Mannschaften weiter geschwächt wurden. So blieb der Sieg gegen Michelbach (3:2) der Einzigste bis zum 11. Spieltag (insg. 5 Punkte). Auch im weiteren Verlauf der Spielrunde gelang es der Mannschaft nicht, die hinteren Tabellenregionen zu verlassen. Als besonderes Vorkommnis ist hier lediglich noch der vom Gegner provozierte Spielabbruch beim Spiel gegen United Gaggenau beim Stand von 2-0 am vorletzten Spieltag erwähnenswert.

 

 

Schwere Jahre in der ‚Sicherheitsliga’

 

Trotz gutem Starts im Folgejahr mit 10 Punkten in den ersten 7 Spielen ging letztlich der Trend  'immer weniger selbst erzielte Treffer dafür aber mehr Gegentore' weiter und erreichte ein neues Rekord-Tief. Teilweise recht hohe Niederlagen in der Rückrunde sorgten dafür, dass das Gegentor-Konto erstmalig die 100er-Grenze überschritt. Der Sport wurde überschattet vom Tod des Spielers Struklic von Sloga Rotenfels, der während des Spiels der 2. Mannschaften am 10.11.1996 zunächst ausgewechselt wurde und dann in der Kabine infolge eines Herzinfakts verstarb. Das Spiel wurde sofort abgebrochen; die Spieler beider Mannschaften waren sichtlich geschockt. Bei den in der Jahreshauptversammlung Anfang 1997 stattgefundenen Neuwahlen wurde die Vorstandschaft in ihren Ämtern bestätigt. Dietmar Hatz, Peter Schauer und Jörg Hoch nahmen ab sofort die Aufgaben des Spielausschusses wahr.

 

Für die Spielrunde 1997/98 übernahm Karl-Heinz Lang das Trainingszepter und löste somit Vorgänger Frank Schnepf ab. Dieser Wechsel verhinderte nicht, dass im sportlichen Bereich der bisherige Tiefpunkt in der Geschichte des FC Gernsbach erreicht werden sollte. Abgeschlagen Letzter in der Kreisliga B mit lediglich 3 mageren Pünktchen. Durch 11 Abgänge vor der Saison geschwächt, war die Rumpftruppe des FC Gernsbach in vielen Spielen chancenlos und nur darauf bedacht, sich noch sportlich achtbar aus der Affäre zu ziehen. Bei der Jahreshauptversammlung wurde der schlechte Platz mit den damit verbundenen Spielerabgängen erneut thematisiert. Nur mit einigen 'Alten Herren' war es möglich, den Spielbetrieb für beide Aktivenmannschaften noch aufrecht zu erhalten.

 

Eine vorübergehende Entspannung gelang Trainer Karl-Heinz Lang in der Saison 1998/99 u.a. dadurch, einige ehemalige Aktive zur Rückkehr zum FC Gernsbach zu bewegen. Wesentlich dazu beigetragen hatte eine Vereinbarung mit der Stadt, einige Heimspiele im Stadion auf Rasenplatz austragen zu dürfen.          Dennoch hielt man nach der Vorrunde wieder die ‚Rote Laterne’ in der Hand. Mit 4 Siegen aus den ersten 6 Spielen startete der FCG recht erfolgreich in die Rückrunde. Zuvor hatte Karl-Heinz Lang überraschend das Traineramt niedergelegt. Bis Saisonende übernahmen die Spieler Hans-Jörg Mühlchen und Peter Mahler die Trainingsarbeit. Die Vorstandschaft wurde wie folgt neu gewählt bzw. bestätigt:  Rainer Gerber als 1. Vorsitzender, Lukas Schmidt sein Stellvertreter, Giovanna Giambalvo (Kassier), Gerd Gaebel (Schriftführer), Dietmar Hatz, Dieter Buth (Spielausschuss), Inge Rapp (Jugendleiterin),

 

Zur Saison 1999/2000 präsentierte der FCG  Karl-Heinz Burkart als neuen Trainer. Ihm gelang es, den bereits in der Vorsaison festgestellten leichten Aufwärtstrend fortzuführen. Immerhin gelangen 7 Siege und man fand wieder Anschluß ans hintere Mittelfeld. Der zwischenzeitliche 8. Platz konnte am Ende nicht ganz gehalten werden (10.). Recht erfolgreich präsentierte sich die II.Mannschaft, die lange die 3.Position behauptete um am Ende als 5.ter die Spielrunde abzuschließen.

Leider war in der darauf folgenden Spielsaison 2000/01 wieder ein Abwärtstrend in der Formkurve des FCG zu verzeichnen. Nach 2 Heimspiel-Erfolgen zu Beginn war es erstmal vorbei mit der Herrlichkeit. Eine Niederlagenserie ließ die Kicker auf den vorletzten Platz zur Winterpause zurückfallen. Zur Rückrunde berappelte sich das Team um Trainer Karl-Heinz Burkart erst spät; am 22. Spieltag begann man wieder zu punkten, konnte dann mit 10 Punkten aus den letzten 4 Spielen die Saison noch etwas freundlicher gestalten (12. Platz).

Erneut bei der JHV im Amt bestätigt wurde Rainer Gerber als 1. Vorsitzender. Nach zunächst ergebnisloser Suche erklärte sich schließlich Walter Rieck zur Wahl zum 2. Vorsitzenden bereit. Weiter wurden gewählt: Jürgen Lang (Kassier), Gerd Gaebel (Schriftführer), Natale LaTona, Martin Fieting, Angelo Polito (Spielausschuss), Heidrun Krech (Jugendleiterin), Hans-Jörg Mühlchen, Arturo Beccarelli, Josef Ossfeld, Michael Lang (Verwaltungsrat).

 

Bedingt durch Spielerabgänge gelang es Trainer Karl-Heinz Burkart auch in den Folgejahren nicht, die Mannschaft wieder in obere Tabellenregionen zu führen.  Der letzte Tabellenplatz nach der Vorrunde der Saison 2002/03 zwangen die Vorstandschaft letztlich zum vorzeitigen Trainerwechsel. Nachfolger Piero Messina brachte dann zur Winterpause auch gleich 6 neue Spieler nach Gernsbach. Der erhoffte sportliche Aufschwung blieb aber aus. Lediglich 2 magere Unentschieden machten deutlich, dass die Probleme des Vereins sich nicht mehr nur durch ein paar Neuzugänge lösen lassen.

 

Im außersportlichen Sektor hatte der FCG bereits 2002 erstmals neue Wege beschritten. Mit dem Rosenmontagsball bot man der Gernsbacher Bevölkerung erstmal wieder einen musikalisch umrahmten Abend in der Stadthalle.

Auf der Jahreshauptversammlung gelang es, die Aufgaben des Vereins auf mehrere Schultern zu verteilen. So unterstützten den bisherigen und zukünftigen 1. Vorsitzenden Rainer Gerber - Gerd Gaebel als 2. sowie Dieter Strack als 3.Vorsitzender. Weitere Funktionen: Jürgen Lang (Kassier), Thorsten Bach (Schriftführer), Wolfgang Krech (Presse u. Öffentlichkeitsarbeit), Natale LaTona, Michael Lang, Angelo Polito, Dietmar Hatz (Spielausschuss), Heidrun Krech (Jugendleiterin), Inge Rapp, Arturo Beccarelli, Josef Ossfeld, Walter Rieck, Ralf Volmarhaus (Verwaltungsrat)

 

 

Neuer Hartplatz

 

Mit einem Kraftakt gelang es den Verantwortlichen in der Sommerpause 2003, den alten Kunstrasenplatz in einen Hartplatz umzuwandeln. In zahlreichen Arbeitseinsätzen wurde der alte Kunstrasen zunächst abgetragen und auf dem Murgvorgeländer zwischengelagert. Durch die erbrachten Eigenleistungen konnten die Gesamtkosten bei ca. 115.000 Euro - gehalten werden incl. einer Beregnungsanlage.

Auf neuem Geläuf startete Trainer Piero Messina mit neuem Mut  in die Spielrunde 2003/04. Die Platzeinweihung des neuen Hartplatzes erfolgte mit dem 1. Heimspiel gegen den VfB Gaggenau 2001, der vor guter Kulisse gleich 2:1 besiegt werden konnte. Sportlich gelang es, in der Tabelle wieder einige Mannschaften hinter sich zu lassen (11. Platz). Leider verließen den Verein zu Saisonbeginn 2004/05 wieder einige Leistungsträger, was sich letztlich auf den sportlichen Erfolg negativ auswirken sollte.

 

 

1. Jugend-Hallenturnier

 

Am 6. Jan. 2005 wurde erstmals ein Jugend-Hallenturnier in Obertsrot von der Jugendabteilung durchgeführt. Auf der Jahreshauptversammlung konnte zunächst kein Nachfolger für den ausscheidungswilligen 1. Vorsitzenden Rainer Gerber gefunden werden. Dieser wollte nach 14 jähriger Vorstandstätigkeit Platz machen für einen jüngeren Nachfolger. Aus beruflichen Gründen musste Dieter Strack sein Amt als 3. Vorsitzender niederlegen.

Auf einer weiteren, außerordentlichen Mitgliederversammlung erklärte sich der 2. Vorsitzende, Gerd Gaebel  bereit, zukünftig das Amt des 1. Vorstandes zu übernehmen.

Ihm zur Seite stehen ihm nun Thorsten Bach als 2. und Ralf Volmarhaus als 3. Vorstand. J.Lang bleibt weiter Chef der Finanzen. Zum Spielausschuss wurden Natale LaTona, Tobias George und Michael Delp gewählt; den Verwaltungsrat bilden R. Gerber, W.Rieck, A. Beccarelli u. I.Rapp, Jugendleiterin bleibt Heidrun Krech.

Nicht mehr besetzt werden konnten das Amt des Schriftführers sowie für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Zwischenzeitlich hatte Piero Messina sein Traineramt zur Verfügung gestellt.

 

Dem neuen (alten) Trainer, Karl-Heinz Lang war wohl bewusst, dass aufgrund erneut zahlreicher Abgänge ein steiniger Weg für die neue Spielrunde zu erwarten war. Nach siegloser Vorrunde sah sich die Vorstandschaft zur Trennung gezwungen und in einer Interimslösung übernahmen die beiden A-Jugend-Trainer Joachim Rapp und Lukas Schmidt - unterstützt von Manfred Gerstner - das Training der Aktiven. Erst zum Ende der Spielrunde gelangen 2 Siege, die das sportliche Bild des Vereins nur etwas beschönigen konnten. Erfolglos blieb man auch in der Jahreshauptversammlung. Das bestreben der jungen Vorstandschaft, verwaiste Ämter zu besetzen, scheiterte am Interesse der anwesenden Mitglieder.

 

 

Die gute Jugendarbeit macht sich endlich bezahlt

 

Für die Spielrunde 2006/07 konnten die neuen Trainer Joachim Rapp und Lukas Schmidt etliche A-Jugendliche zu den Aktiven übernehmen. Es handelte sich hier um Spieler, die bei Jugendtrainer Manfred Gerstner das Fußballspielen von klein auf erlernten und endlich, nach vielen Jahren Vakuum, erste Früchte der sehr guten Jugendarbeit des FC Gernsbach abwarfen. Sportliche Erfolge wechselten mit bitteren Niederlagen. Die stark verjüngte Mannschaft ließ trotz wechselhafter Leistungen immer wieder ihr Können aufblitzen,

was Hoffnung für die Zukunft gab. Auf der Jahreshauptversammlung wurden die Verantwortlichen für eine weitere Periode in ihren Ämtern bestätigt. Lediglich der Posten des 3.Vorstandes konnte nicht mehr besetzt werden. Auch die Funktionen 'Schriftführer' und 'Pressewart' blieben unbesetzt.

 

In der Saison 2007/08 hatten sich mittlerweile auch die Eigengewächse an das Klima bei Aktiven gewöhnt, sodass das Team wieder als ernstzunehmender Gegner auftrat. Im Pokal erreichte man die 3. Runde wobei u.a. sogar Bezirksligist SV Sasbach nach Verlängerung mit 1:2 die Segel streichen musste und in der Liga gab der Sieg gegen

Staufenberg deutlichen Auftrieb für die nachfolgenden Aufgaben. Im Lauf der Spielrunde stabilisierte sich das Team immer mehr, was sich letztlich auch in Punkten und Tabellenplatz positiv bemerkbar machte. Nach dem Abstieg aus der Kreisliga A im Jahre 1992 wurde mit Abschlußplatz 7 die seither beste Plazierung erreicht.

Es gelang durch die Zusammenarbeit mit dem FC Weisenbach erstmals auch eine Damenmannschaft ins Leben zu rufen, die unter der SG Weisenbach/Gernsbach den Spielbetrieb aufnahm. Unter Federführung von Gerd Gaebel konnte der auf dem Murgvorgelände zwischengelagerte alten Kunstrasenplatz endgültig entsorgt werden. Wenige Helfer entsandeten die Kunstrasenstücke in mühsamer Arbeit innerhalb von 14 Tagen, was dem Verein letztlich viel Geld sparte.

Mit großen Hoffnungen startete man in die folgende Spielrunde. Allerdings erwies sich der Spielplan als ungünstig, bescherte er doch zunächst die starken Mannschaften.

Offensichtlich hatten auch die Akteure geglaubt, dass es sportlich von ganz alleine weiterlaufen würde. So verlief der Start gleich etwas holprig an und endete auf Platz 11.

Bei der JHV übergab Gerd Gaebel die Verantwortung an Thorsten Bach weiter, der zukünftig das Amt des 1. Vorstandes begleitet. Ihm zur Seite als 2.Vorstand steht ihm Gerd Reuter sowie Thomas Knapp als 3. Vorstand. Weiter im Amt bleibt J.Lang (Kassier), zum neuen Schriftführer wurde Ralf Schmellick, zum Pressewart Christian Rapp ernannt. Als neuer Jugendwart wurde Axel Drews vorgestellt, der Verwaltungsrat setzt sich aus R. Gerber, W.Rieck, A. Beccarelli u. I.Rapp, G.Gaebel sowie E. Walter zusammen. In den Spielausschuss wurden Sebastian Siegel, Lukas Schmidt und Michael Delp gewählt.

 

Für die Saison 2009/10 konnte in Thomas Gruber ein neuer Trainer gefunden werden, der neuen Schwung in die Truppe bringen sollte. Verstärkt mit Neuzugängen und weiteren hoffnungsvollen Talenten aus der eigenen Jugend gelang zunächst ein guter Start. Trotz einer zwischenzeitlichen Durststrecke hielt man sich kontinuierlich im Mittelfeld der Tabelle und beendete die Spielzeit auf einem respektablen 7.Platz.

Mit 41 erkämpften Punkten konnte sogar das Ergebnis von 2008 verbessert werden.

 

Bei der Jahreshauptversammlung wurde deutlich, dass das Jubiläum bereits seine Schatten voraus wirft. Einen Wechsel gab es auf der Position des 2. Vorstandes. Das Amt übernahm Axel Drews.

 

Höchst erfreulich verlief die Entwicklung des Damenteams. Mit 19 Siegen bei 3 Unentschieden schaffte man bereits im 2. Jahr der Neugründung ungeschlagen als Meister der Bezirksliga den Aufstieg in die Landesliga. Als Zugabe holte man sich dazu den Bezirkspokal. Zu Meisterehren kamen auch die A-Junioren – als SG mit dem FC Obertsrot – , ebenfalls gekrönt mit dem Bezirkspokalsieg.

 

Zu Beginn der aktuellen Spielrunde konnte der Verein zunächst Glückwünsche an einen langjährigen treuen Vereinsmitarbeiter überbringen. Walter Rieck feierte seinen 80. Geburtstag. Währenddessen war es Spielertrainer Thomas Gruber gelungen, die Mannschaft gezielt weiter zu verstärken.  So hat man für die I. Mannschaft – nach langer Zeit wieder – gleichwertige Alternativen zur Verfügung, um eventuelle Ausfälle besser kompensieren zu können. Allerdings sollte sich der Konkurrenzkampf noch nicht positiv auf den Start auswirken.

Gleich im 1. Spiel wurde man gegen Türkiyemspor Selbach kalt erwischt (3:5) und musste danach auch beim Meisterschaftsfavoriten Bietigheim eine Niederlage hinnehmen.

Dann aber fingen sich die Gruber-Jungs und begannen mit dem Punktesammeln.

Allerdings wollte sich die für einen Spitzenplatz notwendige Leistungskonstanz nicht einstellen. Teilweise wurden verdiente Führungen bei Frankonia Rastatt und VfB Gaggenau II kläglich wieder aus der Hand gegeben. Das dann nach Ende der Vorrunde immerhin noch 20 Punkte bei einem positiven (!) Torverhältnis von 35:30 heraussprang, zeigt, dass in der Truppe wesentlich mehr Vermögen steckt, als sie dies teilweise auf den Platz brachte. Hervorzuheben aus der wechselhaften Bilanz ist der hohe 11:0 Sieg beim SV Waldprechtsweier am 8. Spieltag, in der Rückkehrer Sebastian Dittgen mit allein 6 Toren einen wahren Glanztag erwischte.

Mit Hartnäckigkeit und großem Verhandlungsgeschick gelang es unserem Trainer in der Winterpause weitere Neuzugänge für den Verein zu gewinnen, so dass die Voraussetzungen geschaffen wurden, den 9.Platz, den die Mannschaft momentan einnimmt, bis zum Sommer noch verbessern zu können.

Am Ende war es dann der 10.te Tabellenplatz. Mit 62:59 Toren und 36 Punkten konnte man sich nicht entscheidend verbessern.

Das Jubiläumsjahr hatte begonnen .Der FCG richtete in der Ebersteinhalle in Obertsrot den BT-Mittelbaden-Cup aus. Als Veranstalter nahm man auch am Turnier teil und verkaufte sich recht teuer. Die Veranstaltung war für den Verein ein voller Erfolg.

Im März gab es in der Stadthalle in Gernsbach den großen Ehrungsabend an dem zahlreiche verdiente Mitglieder ausgezeichnet wurden. Bunte Unterhaltung machte daraus einen kurzweiligen Abend, der bei vielen wohl auch unvergessen bleibt.

 

 

Die Jubiläumssaison 2011/2012

Mit dem neuen Trainer Slavo Lazic startete man in die Jubiläumssaison. Der neue Trainer fand eine junge talentierte Mannschaft vor. Slavo Lazic konnte in der Mannschaft seine Philosophie implementieren was dazu führte, dass der FC Gernsbach auf einmal wieder dabei war im Spiel um die Aufstiegsplätze. Man beendete die Saison auf dem 2.ten Platz (73:23 Tore und 59 Punkte) welcher die Relegation zur Folge hatte.

Der Gegner war der FV Iffezheim. Im ersten Relegationsspiel, das auf dem heimischen Platz ausgetragen wurde, verlor man mit 1:3. Die unerfahrene Mannschaft hat dem Druck und dem großen Zuschauerinteresse nicht stand gehalten.

Beim Rückspiel eine Woche später in Iffezheim versuchte die Mannschaft noch einmal alles. Mit einem Standardtor ging man durch  Sebastian Dittgen auch in Führung. Doch Iffezheim hatte immer eine Antwort parat. Die weiteren Treffer wurden durch Dominik Hinz und Martin Beiner erzielt. Der Endstand von 3:3 reichte nicht um in die Kreisliga A aufzusteigen.

 

 

 

Saison 2012/2013

 

Nach der verlorenen Relegation war die Mannschaft in einer tiefen Depression.

Man glaubte nicht mehr an sich und hatte auch noch Pech mit Verletzungen.

Die Runde wurde auf dem 7.ten Platz mit 58:51 Toren und 41 Punkten beendet.

 

Die Fa. Kast interessiert sich für das Gelände des FCG um zu expandieren. Gespräche mit der Stadt sind geplant. Dabei soll die Zukunft des FCG geklärt werden.

Die klärenden Termine werden verschleppt und der FCG hängt solange in der Luft. Fällige Sanierungsarbeiten können nicht durchgeführt werden solange nicht geklärt ist, wie und wo es weiter geht.

 

Saison 2013/2014

 

Auch in diesem Jahr geht nichts in Richtung Sportplatz. Intern hat man sich schon Gedanken gemacht, wie man den neuen Kunstrasen realisieren kann. Das war eine klare Trotzreaktion der Vorstandschaft. Man wollte und konnte sich nicht damit abfinden, dass es nach dem Willen des Bürgermeisters keinen FCG mehr geben sollte. Es wurden Argumente wie der demographische Wandel vorgeschoben, um notwendige Investitionen zu vermeiden, die die Stadt erbringen müsste, wenn der FCG sein Sportgelände verlässt.

Sportlich ist man am Ende der Saison auf dem 5.ten Tabellenplatz ( 57:45 Tore, 39 Punkte) angekommen.

 

 

 

Saison 2014/2015

 

Zum Thema Sportplatz gibt es auch dieses Jahr nichts Neues. Immer noch wird von Seiten der Stadt die Zusammenlegung der Vereine favorisiert.

Sportlich erreicht man den 4.ten Tabellenplatz mit 51:34 Toren und 36 Punkten.

 

Saison 2015/2016

 

Die Planungen für den neuen Kunstrasenplatz und die Sanierung des Clubhauses laufen auf Hochtouren. Die Vorstandschaft will für den Fall einer Entscheidung für den Verbleib des FCG alles vorbereitet haben. Unser oberstes Ziel ist es, allen Kritikern zu zeigen, dass der FCG durchaus in der Lage ist, so ein Projekt zu stemmen.

Am 17.07.2015 war dann die alles entscheidende Gemeinderatsitzung. Der FCG war mit Mann und Maus vor Ort. Am Ende kam dann der langersehnte Beschluss pro FCG. Wir können in unserer Heimat bleiben!  Es herrscht  große Freude.

Viel Zeit zum freuen hat sich die Vorstandschaft nicht gegeben. Schon in der Woche nach dem Beschluss der Gemeinderäte sollten die ersten Taten folgen. So mussten z.B. alle Heimspiele für die kommende Runde verlegt werden, damit man den Sportplatz umbauen konnte. Das Finanzierungskonzept stand zwar, musste aber ebenfalls scharf gemacht werden und der Termin für den Beginn der Arbeiten auf dem Platz musste vereinbart werden.

Nun war es soweit.

Am 27.09.2015 bestritt der FCG sein letztes Heimspiel auf dem alten Tennenplatz.

Zahlreiche Helfer waren im Einsatz, um die vorbereitenden Tätigkeiten, wie das Entfernen der obersten Tennenschicht zu erledigen. Unser Bürgermeister kommentierte die Bilder auf unserer Facebook Seite so: Bewundernswerter Einsatz! Kompliment!

Das ging runter wie Öl und hat alle weiter motiviert.

Ab dem 03.11.2015 wurde der neue Kunstrasen eingebaut. Die Arbeiten verliefen planmäßig.

Zwischenzeitlich hatte man sich in beiderseitigem Einvernehmen von Trainer Slavo Lazic getrennt. Stefan Klumpp der bisherige Co-Trainer übernahm die Mannschaft.

Am 11. Dezember wurde der fertiggestellte Kunstrasenplatz vom Südbadischen Fußballverband abgenommen. Einem Spielbetrieb in der Rückrunde stand nichts mehr im Wege.

Die Sanierungsarbeiten im Clubhaus liefen ebenfalls auf Hochtouren.

Nur 3 Tage nach der Abnahme des neuen Platzes kam es zu einem Folgenschweren Verkehrsunfall, bei dem ein Mensch sein Leben verloren hat. Bei diesem Unfall wurde auch der Platz durch das Unfallfahrzeug und der Einsatzfahrzeuge stark beschädigt.

Man wusste nicht, ob man zu Beginn der Rückrunde auf dem Platz spielen kann.

 

Nach dem Jahreswechsel wurden die Arbeiten im Clubhaus weiter voran getrieben.

Allen voran war es Manfred Gerstner, der mit unermüdliche Einsatz gehämmert, geflext und gefliest hat. Im Kabinentrakt wurden neue Duschen und Decken eingebaut. Das Clubhaus wurde innen und außen gestrichen.

Am 19.Februar war die Jahreshauptversammlung im Clubhaus. Dort konnten sich die Anwesenden ein Bild machen von den Arbeiten die im Clubhaus durchgeführt wurden. Am Ende der Versammlung stand die Ehrung der Jubilare. Besonders emotional war die Ehrung von Walter Rieck für sein 60 jähriges Engagement im Verein. Hierfür bekam Walter Minuten lange Standing Ovations, was ihn sichtlich berührte.

Die Reparaturarbeiten am Platz konnten ebenfalls abgeschlossen werden. So stand der offiziellen Einweihung nichts mehr im Wege.

Doch zuvor vermeldete Thorsten Bach die Verpflichtung des neuen Trainers Jasmin Ibric.

Am 13.03.2016 war es dann soweit. Der Bürgermeister, der Gemeinderat und Vertreter des Südbadischen Fußballverbandes übergaben offiziell den Platz.

Ab sofort spielt der FC Gernsbach auf dem Walter Rieck Sportplatz.

Unser Walter ist seit 60 Jahren im Verein aktiv und hat sich diese Ehre redlich verdient.

Eine Forderung unseres Stadtoberhauptes war diese Saison zu Ende spielen und ab der nächsten Saison um den Aufstieg zu kämpfen.

Der erste Gegner auf dem Kunstrasen war der SV Waldprechtsweier. Der FCG gewann dieses Spiel mit 4:0.

Knapp eine Woche nach der Platzübergabe war einer der schwärzesten Tage die der FCG verkraften musste. Walter Rieck, der Namensgeber unserer sportlichen Heimat, verstarb im Alter von 85 Jahren. Es ist ein herber Verlust für den ganzen Verein!

 

 

Saison 2016/2017

 

Die Saisonvorbereitung fing schon sehr gut an. Sehr großes Interesse am neuen Trainer wurde von fast allen Aktiven der ersten und zweiten Mannschaft gezeigt.

Der Trainingsbesuch war schon Jahre nicht mehr so gut. Es wurden einige Neuzugänge für die erste und zweite Mannschaft verpflichtet.

Jasmin Ibric wollte nichts dem Zufall überlassen und hat trotz harter Tainingseinheiten zahlreiche Testspiele gegen namhafte Gegner vereinbart. Diese liefen ganz gut, man konnte einige Spiele klar gewinnen. Dazwischen war dann noch das Pokalspiel gegen den VfR Bischweier angesetzt. Man kassierte eine deftige 1:6 Niederlage.

Saisonauftakt auswärts gegen die Frankonia Rastatt. Man konnte das Spiel zum Auftakt mit 2:3 gewinnen und war in der Tabelle auf Platz 6.

Von den dann folgenden 12 verbleibenden Vorrundenspielen, konnte man 11 gewinnen, nur beim OSV Rastatt ließ man Federn und verlor knapp 1:0.

Der FC Gernsbach ging als Tabellenführer in die Winterpause mit 6 Punkten Vorsprung.

Noch vor dem Jahreswechsel verlängerte man mit dem Trainer Jasmin Ibric um ein weiteres Jahr.

Die Generalversammlung fand am 10.März statt. Es konnten alle Ämter besetzt werden. Als neuer dritter Vorstand ist Mathias Schmellick, selbst aktiver Spieler in der ersten Mannschaft. Der Verwaltungsrat  konnten mit jungen aktiven Spielern verstärkt werden.

Am 19.03.2017 ging es dann in die Rückrunde. Gegner war auswärts der                SV Bietigheim. Man verlor das zweite Spiel in der Saison mit 3:1.

Längst war der Wille in der Mannschaft und bei der Vorstandschaft gereift. Man wollte jetzt den Aufstieg und nur den Aufstieg. Es begannen nervenaufreibende Wochen und Monate. Der FCG gewann Spiel um Spiel bis zum Derby gegen den FC Weisenbach. Mit Weisenbach tut man sich traditionell schwer und so war es dann auch am 19.ten Spieltag. Die Mannschaft erwischte nicht den besten Tag und verlor in Weisenbach mit 3:2. Auf einmal waren es nur noch 3 Punkte die den FCG von Platz 2. trennen.

Es wurde spannend, das merkte man auch daran, dass zu den Auswärtsspielen sehr viele Anhänger des FCG mitgefahren sind.

Die Mannschaft enttäuschte keinen der Mitgereisten und gewann Spiel um Spiel.

Nun war es soweit, der letzte Spieltag stand an. Der Gegner war der FV Rauental. Alle standen unter Strom, außer die Akteure auf dem Platz. Trotz der schweren Verletzung von Mario Schiel im Spiel der zweiten Mannschaft blieben alle ganz ruhig und strahlten ein „so jetzt erst recht“ aus. Sie wollte für Mario das Ding holen.

Zirka 400 Zuschauer waren auf dem Platz und wollten das Spiel der Spiele für den FCG sehen.

Man begann stark und erarbeitete sich Torchancen. Doch ein individueller Fehler führte zu einem Handelfmeter für den FV Rauental. Kurze Zeit später sollte genau der gleiche Fehler auf Seiten der Rauentäler zum Ausgleich führen. Sebastian Dittgen verwandelte den fälligen Elfmeter souverän. Noch in der ersten Halbzeit brachte Dennis Strößner nach Pass von Jasmin Ibric den FCG in Führung. So ging man dann in die Halbzeitpause.

Kurz nach dem Anpfiff der zweiten Halbzeit glich Rauental aus. Die Mannschaft war irgendwie nervös oder im Tiefschlaf. Dieser Zustand dauerte dann einige Minuten bis dann merklich der Hebel wieder auf Angriff umgelegt wurde. Es viel folgerichtig das 3:3 durch Sebastian Dittgen. Wenig später erhöhte dann Dennis Strößner auf 4:3 und Sebastian Dittgen dann wenige Minuten später auf 5:3. Das 6:3 erledigte Rauental selbst. Dann wurde Sebastian Dittgen ausgewechselt. Für ihn kam Christian Rapp. Bei seinem ersten Ballkontakt schob er zum 7:3 ein. Diese Tor widmete er Walter Rieck.

Kurze Zeit später war es dann nach 25 Jahren endlich geschafft. Wir sind Meister mit 89:29 Toren und 69 Punkten.

Der FCG spielt in der Spielzeit 2017/2018 in der Kreisliga A Nord. Es wird zu einigen Derbys kommen, auf die man sich schon freut. Staufenberg, Obertsrot und Hörden werden dann in die Fröschau kommen.

Bei der anschließenden Meisterschaftsfeier begegnete man immer wieder Menschen mit breitem Grinsen im Gesicht. Alle waren stolz auf das, was die Mannschaft in diesem Jahr geleistet hat.

Bei aller Freude über das Erreichte der ersten Mannschaft darf man auch unsere C-Mädchen von der SG Gernsbach nicht vergessen, die einen historischen Gewinn der Meisterschaft in der Bezirksliga feiern konnten.

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